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Foto: Ein Ast eines Apfelbaumes an dem 2 unreife Äpfel hängen
Thema
Umwelt
Redakteur | In
Patsy
Veröffentlicht
27.08.2020

Inklusion, Klimaschutz, Pädagogik und Obstbäume

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Dass etwas gegen den Klimawandel getan werden muss, ist mittlerweile (fast) allen klar. Wenn diese Maßnahmen dann auch noch zur frühkindlichen Bildung beitragen und die Inklusion vor Ort fördern ist das doch nur gut, oder? Herr Maier, ein Rollstuhlfahrer aus Kolbermoor hatte eine Idee, die genau das miteinander verbindet, und ich habe ihn getroffen.

Klimaschutz und Artenvielfalt, zwei Begriffe ein Ziel: Die Rettung der Welt. Wir alle müssen etwas dazu beitragen und in Kolbermoor könnte das bald ganz einfach sein: Mit einem Baumfest. Was auf den ersten Blick nach einem entspannten Nachmittag mit Freunden klingt, könnte nicht nur Realität werden und den CO2 Ausstoß der Stadt Kolbermoor verringern, sondern auch einen großen Beitrag zur örtlichen Inklusion leisten. Die Idee stammt vom Rollstuhlfahrer C.Maier, der in den hiesigen Behindertenwerkstätten tätig ist.

Herr Maiers Idee ist eigentlich ganz einfach: Bei einer Art Straßenfest sollen Spenden gesammelt werden. Von dem Geld werden anschließend Obstbäume gepflanzt, die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Das Konzept erinnert in seinen Grundzügen an PLANT FOR THE PLANET und das auch nicht nur zufällig, denn diese Stiftung diente Herrn Maier als Inspiration.

  Foto: Mann im Rollstuhl, gemeinsam mit einer Frau an einem Tisch in einer Wohnung 

Im Gespräch wurde auch deutlich, dass dieses Projekt nicht ausschließlich dem Klimaschutz zu Gute kommt. Das Obst würde der Allgemeinheit zur Verfügung stehen: Jeder Bürger der Stadt Kolbermoor könnte sich also beispielsweise einen Apfel im Vorbeigehen mitnehmen. Kinder lernen so schon von klein auf, dass eine Druckstelle oder ein kleiner Fleck auf dem Obst nichts Schlimmes ist und die Früchte nicht direkt weggeschmissen werden müssen. Außerdem schaffe das Fest selbst ein Gefühl der Gemeinschaft. Herr Maier spricht von einer Aktion "von Kolbermoor für Kolbermoor". Die Erträge der Bäume, welche nicht von Passanten gesammelt wurden, könnten dann den Behinderten Hilfswerken in der Region zur Verfügung gestellt werden oder als Refinanzierungsmaßnahme im Namen der Stadt verkauft werden.

Dieses Projekt kann natürlich nicht von einer Person alleine auf die Beine gestellt werden. Doch Herr Maier fand Unterstützung bei den Stadtratsfraktionen der Grünen und der CSU Kolbermoor. Darüber hinaus erlangte das Projekt mediale Aufmerksamkeit.

Sollte jemand von euch Interesse daran haben Herrn Maier persönlich kennen zu lernen, kann er das am 19.09.2020 bei einer gemeinsamen Radtour. Treffpunkt ist der Parkplatz am neuen Friedhof in Kolbermoor (hinter dem Aldi Gebäude) um 10.00 Uhr.