zum Inhalt
Foto eines Schildes mit der Aufschrift "Fachoberschule Rosenheim" und "Berufsoberschule Rosenheim", vor einem großen Gebäude. An dem Schild hängen verschiedene FFP2-Masken und auf dem Schild liegt eine Packung Schnelltests.

Düsterer Himmel über der FOSBOS Rosenheim | Bild: Jonas B.

Thema
Politik
Redakteur | In
Jonas B.
Veröffentlicht
16.03.2021

Schule in Zeiten von Corona: Wachen Sie endlich auf, Herr Piazolo!

Meinung von Jonas B.


Das ist ein offener Brief. Ein Hilfeschrei. Ein Warnruf. Alles zusammen. Bitte hört uns! Bitte helft uns!

Es ist März. Seit November befinden wir uns in Deutschland im immer wieder verschärften Lockdown. Jetzt aber soll es auf einmal ganz schnell gehen und der Öffnungswettbewerb geht in eine neue Runde - es ist ja Superwahljahr... ;) Und das trotz der verschiedenen Mutationen, wie der britischen Bariante B.1.1.7, die sich rasch ausbreitet. Der Deutschlandfunk berichtet von Schätzungen des RKI, dass der Anteil von B.1.1.7 an SARS-CoV-2 Neu-Infektionen in Deutschland bereits bei 75% liegt.

Und er steigt immer weiter. Nach Angaben von RKI-Chef Lothar Wieler steht die Mutation B.1.1.7 auch im Verdacht, das Infektionsgeschehen im Bereich der Kinder- und Jugendlichen zu beschleunigen. Und: Auf lange Sicht wird die Mutation die harmlosere Wildvariante wohl ablösen.

 

Die Schulen stehen aber noch immer an vorderster politischer Öffnungsfront. Bildung sieht die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Britta Ernst (SPD) als so dringendes Thema an, das nicht noch ein paar Wochen warten kann. Bayerische Schulen haben teils schon seit dem 22. Februar wieder geöffnet, entweder für Hybridunterricht, Abschlussklassen und teils sogar für Präsenzunterricht. Und der ist auch nicht mehr freiwillig, sondern, wenn umsetzbar, wieder Pflicht für alle Schüler*innen. In einigen Bundesländern, wie Sachsen und Baden-Württemberg, mussten Schulen innerhalb weniger Wochen wieder schließen, die Zahlen stiegen zu schnell, Schulen wurden von der Mutation überrannt, wie z.B. im Vogtland. In Bayern muss aktuell, wie Rosenheim24 auf Berufung des RKI berichtet, in 23 Städten und Landkreisen mit Schulschließungen gerechnet werden, weil die Inzidenz dort die Marke 100 überschritten hat, die als Schwellenwert für Lockerungen und gleichzeitig Verschärfungen festgelegt wurde. In der Stadt Rosenheim liegt der Inzidenzwert am 16.02. bei über 200! Trotzdem hat Oberbürgermeister Andreas März bei der Regierung von Oberbayern eine Ausnahmegenehmigung für den Schulbetrieb und den Einzelhandel beantragt. Auch die Kultusministerkonferenz hält eisern an ihrem Plan fest, Schulen auf Biegen und Brechen zu öffnen. Für Schulen gilt dieser Schwellenwert nämlich längst nicht überall. Andere Bundesländer, wie NRW, haben den Impuls, ab dem Schulen geschlossen werden sollen, deutlich dehnbarer formuliert. Diese sollten öffnen, "sofern es das Infektionsgeschehen zuließe". Das aber ist ja sehr flexibel wahrnehmbar. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass gerade die dortige Kultusministerin Frau Gebauer (FDP) jemand ist, die solche Regelungen gerne ausreizt. Wie Dario Schramm, Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz es in einem Tweet beschreibt, wohl nach dem Kurs "Hach, das geht schon gut - sonst machen wir einfach wieder zu". Wie lang kann das noch gut gehen?

 

 

Ich bin entsetzt,

...enttäuscht und auch, das sage ich ganz ausdrücklich, nicht überrascht über diese Entscheidung. Ihr wurde seit September durch öffentliche Aussagen der Kultusminister der Weg bereitet. Die setzten sich seit jeher dafür ein, Präsenzunterricht durchzuführen ohne Rücksicht auf Infektionen oder Inzidenzen, wie es die Kultusministerin von Baden-Würtemberg Susanne Eisenmann (CDU) ausgesprochen hatte. Schlussendlich wurden sie von den Ministerpräsidenten ihrer Länder zurückgepfiffen und gebremst. Wie ich finde, war das nur dem Wohlergehen der Schüler*innen in Pandemie-Hinsicht zuträglich. Denn, wie Studien, wie die des Teams um den Mikrobiologen Michael Wagner von der Uni Wien mittlerweile eindeutig belegen, nehmen Schüler*innen nicht nur sehr wohl am Infektionsgeschehen teil, sondern sind je nach Altersstufe sogar Pandemiebeschleuniger. Für diese Studie wurden in verschiedenen Schulen, Schularten und Altersstufen Blindtests durchgeführt - es wurden also gesamte Klassen durchgetestet. Das sollte die Dunkelziffer besser abbilden und konkret die Unterschiede zwischen Jahrgangsstufen zeigen. Auch in Hamburg gab es eine solche Studie, die zeigte, dass Schüler*innen in sogenannten Clustern sehr wohl Infektionen verbreiten. Doch nicht nur das fand man heraus, sondern auch, dass die positiven Fälle dort oft keine Symptome zeigten. Damit sind sie noch ein Stück gefährlicher für das Pandemiegeschehen, weil sie meist nicht auffallen und so unbemerkt und ungetestet weitere Leute anstecken, ohne selbst in der Statistik aufzutauchen. Mit Blick auf diese Studien sind die Aussagen verschiedener Kultusminister erstaunlich, dass Schulen eine nur geringe Rolle am Infektionsgeschehen spielen würden und sich die Schüler*innen, die doch positiv seien, nicht in der Schule angesteckt hätten. "Pandemieparadies" Schule, befand das Magazin Der Spiegel in einem Beitrag vom 29.12.2020

 

 

Die Mär von den Pandemie-Sicheren Schulen: Nix Pandemieparadies!

Eine fatale, unwahre und vor allem schädliche Mär. Denn, was in die Schule eingetragen wird, kommt auch wieder raus und zieht weiter, vor allem in die Familien, wie sich in Großbritannien aus den Erfahrungen mit der Mutation dort zeigte. Für Familienmitglieder ist der Schulbesuch ihrer Kinder also ein nicht ungeahntes, aber erhebliches Risiko. Zu hoffen wäre ja in so einem Fall, dass die Verantwortlichen alles mögliche zu tun versuchen, um die Familien zu schützen, indem Infektionen über und in der Schule vermieden werden wo es geht. Die Realität aber ist mehr als ernüchternd! Mindestens in meiner Schule gibt es kaum neue Maßnahmen. Obligatorisch stehen die Desinfektionsmittelspender herum, die mittlerweile immer weniger genutzt werden. Gelüftet wird oft auch nur noch unregelmäßig und nur auf Bitten. Maskenpflicht herrscht zwar, aber keine zum Tragen medizinischer, weitaus wirksamerer Masken. Apropos Tragen, auch das ist aus der Mode gekommen, sobald die Lehrer nicht in Sicht- oder Rufweite sind, wird die Maske abgenommen. Zum Essen ja sowieso. Und sonst? Luftfilter? FFP2-Masken? Schnelltests? Fiebermessungen? Mehr Platz durch Container? Nichts! Und das ist nicht nur an meiner Schule so, wenn man maßlos enttäuschten und verzweifelten Berichten in den sozialen Medien glaubt, wo Schüler*innen von katastrophalen Zuständen berichten. Dabei sind es nicht irgendwelche Fake-Accounts oder Accounts, bei denen man nicht sieht, ob das wirklich ein Schüler ist oder einfach irgendwer, sondern auch z.B. der Account vom oben erwähnten Dario Schramm. Doch nicht nur das, auch Presseberichte häufen sich, insbesondere von Schüler*innen der beruflichen Oberschulen im Landkreis Rosenheim und über diesen hinaus (z.B. von Schüler*innen der FOS Wasserburg oder FOS Altötting), die ebenfalls von katastrophalen und untragbaren Situationen sprechen. Den Preis, den ich bisher zahlen musste, ist 3 Mal Quarantäne angeordnet bekommen zu haben. Durch mehr Glück als Verstand ist noch nicht mehr passiert. Für mich war das der Grund, Ende Januar zu sagen: Ich gehe nicht in den Präsenzunterricht. Ich bleibe im online-Unterricht. Und zwar bis es ein lückenloses, verpflichtendes Test-Konzept(!) gibt. Ohne solche Maßnahmen lasse ich mich weder zu einem Versuchskaninchen machen, noch zu diesem absolut törichten Blindflug - bis zur nächsten Infektionswelle in der Schule - einladen. 

 

 

"Schule ist Ein Seuchentempel"

Das sagte vor kurzem sehr treffend einer meiner Lehrer. Denn auch denen geht der Maßnahmen-Irrsinn auf die Nerven... und an die Substanz. Ständige Umplanerei, völlig neue Anweisungen am Abend vor dem nächsten Unterrichtstag und das komplette Chaos, wenn jemand positiv getestet wird (was ja eigentlich absehbar war)... Das ist der leidige Alltag der Beschäftigten. Zum Dank für diese Arbeit trifft es Lehrkräfte dann regelmäßig mit Quarantäne oder sogar Ansteckung. 

Denn: Die Situation ist keineswegs infektionsfrei, im Gegenteil. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Infektionen in der Schule die direkten Vorboten zu rasant steigenden Inzidenzzahlen sind. Daher wäre es meiner Meinung nach sinnvoll, wenn die Schulleitung mehr Einfluss auf die Maßnahmen hätte, denn bisher habe ich das Gefühl, die Maßnahmen würden einfach pauschal über alle bayerischen Schulen drübergebügelt. Die Umsetzbarkeit vor Ort sorgte, wenn (wie nicht selten) nicht umsetzbar, für großes Kopfzerbrechen bei den Beteiligten. Immer wieder haben Schulleiter zuletzt vor allem bei Twitter gefordert, ihnen mehr Kompetenzen zu überlassen, um bei Zuspitzung der Lage auf die Notbremse drücken zu dürfen. Und auch in Gesprächen mit meiner Schulleitung, speziell meinem Konrektor, trat immer wieder der Wunsch der intensiveren Einbindung in den Vordergrund.

 

 

Das war aber noch zu Zeiten der Wildvariante...

Nun ist eine nachweislich bedeutend aggressivere Mutation auf dem Vormarsch, um die bisherige Version abzulösen. Und die Maßnahmen in den Schulen sind immer noch dieselben. Ein Zustand, der für mich nicht nur nicht nachvollziehbar, sondern vor allem eine Entäuschung und eine Schande ist. Wir Schüler*innen werden so wissentlich einem bekannten Risiko ausgesetzt. Für uns eine unberechenbare Situation!

 

 

Schule - ein Hort der Unvernunft 

Ein absolut unberechenbarer Faktor, der nicht nur an meiner Schule schon mehrfach auftrat, ist, wenn sich zu schwachbrüstigen Maßnahmen auch noch Unvernunft gesellt. Zum wiederholten Male sind in diesen Wochen Schüler*innen in die Schule gekommen, oft um Prüfungen abzulegen, obwohl sie klare Krankheitssymptome hatten. Mein Direktor, Herr Dr. Marco Hunger, sah sich ob dieser Verantwortungslosigkeit gezwungen, einen Appell an die Schulgemeinde zu richten und drohte auch mit Konsequenzen, sollte sich so etwas fortsetzen. Denn ganz klar ist ja, dass solche Leute nicht nur sich, sondern direkt auch ganze mit ihnen anwesende Gruppen in Quarantäne schicken. Wenn sich nicht noch jemand ansteckt und vielleicht sogar einen schlimmen Krankheitsverlauf erleidet, dann hat diese Person zumindest die ganze Gruppe mindestens 2 Wochen ihres Lebens gekostet. Denn so lang dauert die Quarantäne neuerdings wieder, deren Vorgaben sich zum x-ten Mal geändert haben. Auch kann man sie nicht mehr durch einen negativen Test verkürzen, sondern muss sich im Gegenteil raustesten, damit man die Quarantäne nach Ablauf der 2 Wochen überhaupt wieder verlassen darf. Klar ist eine Erkrankung nochmal eine ganz andere Nummer, aber machen wir uns mal bewusst, was 2 Wochen in kompletter Isolation so mit einem (jungen) Menschen machen! 3 Mal habe ich das bisher miterlebt, wobei 2 Mal davon miteinander zusammenhingen. 2 Wochen keinen Menschen tatsächlich sehen (virtuell ist ein trostloser Ersatz). 2 Wochen Essen vor die Tür gestellt bekommen. 2 Wochen keine Sonne. 2 verschenkte Wochen! 2 Wochen, die einen auslaugen, obwohl man ja meinen könnte, ein bisschen Zeit für sich wäre sehr erholsam. Das will keiner im Abonnement haben, wie es derzeit an den Schulen immer wieder auftritt. 

  

Die Idee, dass die Schulen das im Griff hätten, Infektionen nicht oder kaum hineingetragen würden, ist aufgrund des Faktors Mensch ein Trugschluss. Na klar gibt es immer ein paar Schwammerl, die es entweder nicht ernst nehmen (wollen) oder denen die Prüfung wichtiger ist oder die denken "Ach geht schon, ist ja nur ne kleine Erkältung und kein Corona". Na klar gibt es Leute, die nichts von ihrer Infektion mitbekommen. Nur bisher haben wir mit tausenden blauen Augen grad noch die Kurve gekratzt. Jetzt kommt aber eine Mutation, die bedeutend infektiöser ist. Und sie geht schon um. Mein Schulleiter warnte, die Lage nicht zu unterschätzen und die Hygienemaßnahmen sehr gewissenhaft auszulegen und anzuwenden. Ab jetzt gilt bei uns deshalb: Bei schönem Wetter darf nicht mehr im Gebäude gegessen werden. Vorher waren es vielleicht nur ein paar sehr ärgerliche Schwammerl. Wenn die Mutation jetzt mit ihrer ca. 4-fach höheren Infektiösität so richtig loslegt, dann ist die Schule bald ganz zu. Und dann trifft es vermutlich auch nicht nur eine Person pro Klasse, sondern gleich mal ein paar. Und vor allem die Inzidenz wird uns durch die Decke schießen, wie ich in Anbetracht der Entwicklung der letzten Wochen fürchte. Schneller als uns lieb ist. Die Mutation wird sich ihre Opfer suchen, schneller, effektiver. Da sind Schwammerl unverzeihbar. Spätestens jetzt sollte es eigentlich jeder begriffen haben, wie dramatisch die Lage ist. Wenn uns daran gelegen ist, die Schulen offenzuhalten und weitere Lockdown-Verlängerungen zu vermeiden, dann sollten wir das Auftreten von Schwammerln verhindern. Wie wir bisher feststellen mussten, scheint das aber immer noch nicht jedem bewusst zu sein oder diese Leute nicht zu interessieren.

 

 

Ich hoffe, dass die Schulen unter diesen Umständen sehr bald schließen!

Und das, obwohl ich mich sehr schwer tue mit dem online-Unterricht, den Unterricht vor Ort viel lieber mag. Die Handhabung eines solchen Unterrichts ist derzeit aber mehr als verantwortungslos und ein absoluter Blindflug. Wir hören in den Medien verschiedenste Schülerstimmen aus ganz Deutschland. Die Bundesschülerkonferenz als nationale Schülervertretung kritisiert die Situation massiv. Kein Einzelfall also, wenn Schüler*Innen aus ganz Deutschland so über die Lage berichten! Ohne längst bekannte, nachweislich wirksame Maßnahmen wie Luftfilter oder verpflichtende Reihentests ist Schule der katastrophale, traurige und gefährliche Blindflug. So kann es nicht weitergehen! Und die Inzidenz-Zahlen geben mir ja auch recht, was den generellen Kontrollverlust angeht: in Rosenheim Stadt ging es von Dienstag, 02.03.2021 mit 56,65 bis letzte Woche Donnerstag, den 11.03., auf 140,05 und bis zum 15.03. auf über 200. Das ist für mich Ausdruck und Alarmschrei über eine außer Kontrolle geratenden Situation, welche zwar definitiv nicht allein mit den Schulen zu tun hat, aber eben auch. Die nonsens Handhabung an den Schulen vonseiten des KM ist dieser Situation nicht angemessen. In dieser Lage und mit den momentan eingesetzten Maßnahmen, die auch von der Wissenschaft als unzureichend gesehen werden, ist das Beste, was uns passieren kann, wenn die Schulen ganz bald wieder schließen. Erst kürzlich berichteten unsere Lehrer, dass Luftfilter und Tests doch vorerst nicht für Schüler*Innen kommen. Luftfilter seien, wie einer meiner Lehrer erläuterte, nur für Klassenzimmer ohne Fenster, die zum Lüften genutzt werden könnten, vorgesehen. Trotz dem dass die FOSBOS Rosenheim teils nur mickrige "Schießschartenfenster" hat, die fürs effektive Lüften absolut ungeeignet sind, bekommen wir also keine Luftfilteranlagen. Dabei wäre ja eigentlich zu erwarten, dass die Politik zum Schutz der Kinder und Jugendlichen, aber auch der Beschäftigten, alles in ihrer Macht stehende unternehmen würde, oder? Die Realität zeigt entweder die Mühlen der Demokratie oder massenhaft geworfene Nebelkerzen, also Versprechungen für Dinge, die - erst im Kleingedruckten ersichtlich - dann doch nicht kommen. Mit den bisher eingesetzten Maßnahmen für Schulen, die sich seit letztem Schuljahr nicht bzw. fast nicht geändert haben, ist Schulbetrieb verantwortungslos. Es braucht neue Ansätze, endlich Tests! Ohne ganz schleunige Maßnahmenerweiterungen geht das nicht mehr lange gut. 

 

Sorgen habe ich auch angesichts der Forderungen von Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März (CSU). Wie die lokale Presse berichtet, hat März bei der Regierung von Oberbayern beantragt, trotz einer Inzidenz über 100 lockern zu dürfen und Schulen sowie Geschäfte aufzulassen. Als einen Grund nennt er, dass die Inzidenz für die Stadt Rosenheims mit ca. 60.000 Einwohnern immer auf 100.000 Einwohner hochgerechnet werde. Dadurch springe der Wert schneller in die Höhe, als es die eigentliche Zahl an Infizierten wiederspiegle. Diesen Vorstoß halte ich für verantwortungslos und vor allem wenig Transparenz stiftend, weil das zum widerholten Male dazu führen würde, dass die bei den Bund-Länder-Konferenzen eingeführte Corona-Notbremse außer Kraft gesetz würde. Die Bewertung der Regierung dazu ist bis zum Erscheinen dieses Textes am 16.03.2021 noch ergebnisoffen und somit unklar geblieben.

  

 

Wo ist die Gerechtigkeit?

Jedenfalls nicht in der Schule. Wir erleben seit Monaten eine Situation, in der der Stoff gezwungermaßen aufgrund des mangelnden Krisenmanagements des Kultusministeriums durchgedrückt werden muss. Weil auf zwangsläufig verloren gegangene Zeit nur mit mehr Druck reagiert werden kann, um den vorgesehenen Stoff durchzudrücken, im Prinzip egal wie, denn im Gegensatz zum Gymnasium, dass wenigstens in Nebenfächern keine Schulaufgaben mehr schreiben lässt, gibt es so eine Regel an der FOS quasi nicht. Weil so eine Regel ohnehin ein Tropfen auf den heißen Stein ist, bei all den Kurzarbeiten und Projektarbeiten, die intensiv und zeitaufwendig sind und wissenschaftlich korrekt erwartet werden. Weil wichtige Zeit für Prüfungen draufgeht, die während einer Quarantäne nicht geschrieben werden können und sich dann stauen. Weil durch Krankheit viele Lehrkräfte ausfallen. Weil Lehrkräfte massive Probleme haben, den vorgesehenen Stoff ansatzweise durchzubringen. Weil all das sein muss, obwohl wir eine weltweite Krise haben, die sowohl gesellschaftlich als auch politisch als die größte Krise seit dem 2. Weltkrieg gesehen wird. Warum? Warum kann man uns Schüler*innen, aber auch die Lehrer*innen nicht entlasten? Warum muss an allem festgehalten werden? Warum sollen Prüfungen und das Abitur durchgezogen werden wie immer, obwohl so eine Ausnahmesituation herrscht? Wie passt das zusammen? Es herrscht eine Krise. Auch in der Schule! Wir Schüler*innen leiden! Und das nicht zu knapp.

 

Meiner Klasse fehlt ein halbes Jahr Grundlagenstoff Spanisch durch den 1. Lockdown. Trotzdem wird der Stoff einfach so vorausgesetzt, kann auch gar nicht aufgeholt werden, weil die Zeit fehlt. Im Gegenteil, Quarantäne und allerlei Prüfungen nehmen noch viel mehr von der ohnehin schon zu wenigen Zeit. Ergebnis ist: Wir schwimmen. Und zwar massiv. Die ganze Klasse kommt nicht mit, ist verzweifelt, manche verabschieden sich schon innerlich von der allgemeinen Hochschulreife, für die Spanisch als 2. Fremdsprache Vorraussetzung ist. Die Lehrkräfte sind machtlos, sie haben zeitlich keinen Spielraum, sondern wissen so schon nicht, wie sie fertig werden sollen. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Und was das Lernen angeht, ist es ja nicht nur eine Zeitfrage, sondern auch eine psychische Frage. Schüler*innen und Lehrer*innen leiden extrem unter den Pandemiebedingungen, dem Social Distancing, dem fehlenden Kontakt zu Freunden und Familie und ja, auch der Freizeitaktivitäten. So ist es mittlerweile seit einem Jahr. Diese Umstände hält kaum einer spurlos aus. Schon gar nicht wir Schüler. Wir stehen am Anfang unseres Lebens, möchten uns, unsere Persönlichkeit und vor allem die Welt mit ihren Möglichkeiten kennenlernen. Wir möchten erleben und ausprobieren. Die Pandemie hat uns das genommen. Das macht etwas mit uns!

 

Die Folge ist, dass nicht nur Motivation und Elan leiden, sondern viele in depressive Zustände kommen, wenigstens aber die Zuversicht verlieren. Angst, was die Zukunft so bringt, wie schlecht das Abi wohl wird, wie lang man noch Freunde kaum sehen kann. Das nagt an der Leistungsfähigkeit der Schüler*innen und raubt ihnen ihr eigentliches Potenzial. Das schlägt sich natürlich in den Noten nieder. Und das wiederum nagt weiter an der eigenen Motivation. Ein Teufelskreis. Viel zu lang hat man das komplett ignoriert und im Sinne der Leistungsgesellschaft einfach immer mehr gefordert, weil "Geht ja schon, ist ja machbar". Unter normalen Umständen vielleicht. Aber jetzt nicht. Bezeichnend war ja die Erkenntnis der Politik in den letzten Wochen darüber, dass die Pandemie doch was mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mache. Jetzt erst klar geworden? 

Abends sah man dann im heuteJournal ein Gespräch mit einem Jugendlichen, der seine Probleme, Nöte und vor allem Bedürfnisse eröffnete. Er wolle ausprobieren, sich und seinen Weg finden, den nächsten Schritt tun und eine Beziehung habe er sich auch eigentlich gewünscht... Schön wärs schon. Aber alles nicht möglich.

 

Und bisher einfach nur die Daumenschrauben enger zu ziehen, weiter zu fordern, weiter Schüler*innen mit Lerndruck und leeren Versprechen wie Zitronen auszudrücken, das wird in einer Bildungskatastrophe münden. Auf das Angebot des Herrn Piazolo, bei Bedarf ohne Nachteil für die Schullaufbahn noch ein Schuljahr dran hängen zu können, wenn man das möchte oder wenn es nötig ist, weil man das Jahr so nicht schafft, verzichte ich liebend gern und ausdrücklich. Für mich wird es kein Jahr hinten dran mehr geben, weil ich nicht mehr kann und nicht mehr will. Noch ein Schuljahr, das packe ich nicht. Dafür war dieses zu kräftezehrend, zu destruktiv gegen die eigene Gesundheit gehend... und das nicht nur weil wir eine Pandemie haben, sondern die Maßnahmen dagegen auch sehr gesundheitsschädigend sind. Vor allem psychisch gesehen.

 

Es braucht endlich einen Alternativplan für das Abitur und die anderen Abschlüsse, wie wir verhindern, dass massenhaft Schülern diese ignorante Handhabe zum Nachteil wird. Wir haben lange genug darauf hingewiesen, dass der Stoff unter den Umständen der Pandemie nicht zu schaffen ist, wir haben wiederholt darauf hingewiesen, dass die Prüfungen in der verkürzten Zeit nicht machbar sind, schon gar nicht erträglich. Klassen in Quarantäne werden nun abgestraft werden müssen, mit wenigen Prüfungen in kürzester Zeit. Wir an Beruflichen Oberschulen hatten deutlich weniger Zeit für die Seminararbeit (ca. 2 Monate weniger), aber eben auch für die Prüfungen. Diese Kombination mussten wir bewältigen, was bei mir nicht nur unfassbar stressig wurde, sondern auch dazu führte, dass ich Schlafstörungen entwickelt habe. Die Seminararbeit und ihr Beiwerk hat uns in unglaubliche Bedrängnis und Stress gebracht. Solchen Stress hatten Jahrgänge zuvor nicht. Das ist weder fair, noch sorgt es dafür, dass die Pandemie Schüler*innen nicht zum Nachteil wird. Das muss aufhören, wenn der Kultusminister nicht den Anspruch hegt, einem ganzen Schuljahrgang faire Chancen zu nehmen. Ich weiß nicht, ob Sie, Herr Piazolo, all die Hilferufe überhört haben, ob Sie sie nicht mitbekommen haben oder sie sogar absichtlich ignorieren. Ich weiß es nicht. Aber sie werden immer verzweifelter, weil Fakt ist, dass immer noch nicht geholfen wurde. 

 

 

Herr Minister Piazolo, wann machen Sie endlich Ihren Job?

Ihr Job ist es, Schüler*innen einen sicheren und fairen Bildungszugang zu ermöglichen. In beidem versagen Sie kontinuierlich und kläglich seit spätestens September 2020. Schüler*innen und Lehrer*innen schlagen laufend Alarm, die sozialen Netzwerke, aber auch die Presse sind voll von verzweifelten und/oder erbosten Hilferufen. Die Opposition im bayerischen Landtag hat mehr als einmal Ihren Rücktritt gefordert. Das tue ich nicht, denn ich denke nicht, dass es in der Situation hilft, wenn der Minister zurücktritt, es würde in meinen Augen nur zu Chaos führen und ob es das besser macht, ist fraglich. Es liegen jedoch ständig Anträge vor, die aufzeigen, wie unmöglich die Lage an den Schulen geworden ist. Und dann hört man Sie in der Münchener Runde des BR, zum wiederholten Mal bemüht, jegliche Kritik von sich zu weisen und Probleme wegzuschieben. Klar, das ist auch eine Form von Problembewältigung, aber nicht eine, die Lösungen schafft! Ihr Kommentar zu der Anmerkung meiner SPD-Parteikollegin Katja Caspari war meiner Ansicht nach echt frech. Die bayerische Schulgemeinde hat in dieser Pandemie nicht nur einen Kratzer erlitten, teilweise ist sie in einen Frontalcrash verwickelt. Die Probleme sind längst nicht mehr nur Betreuungsprobleme oder Schwierigkeiten bei der Einschulung.
Es steht gerade alles auf dem Spiel! Das Abitur, der Realschulabschluss, der Quali oder der Weg ins nächste Schuljahr. Es brennt an allen Fronten lichterloh!

 

Nicht umsonst höre ich regelmäßig Abiturient*innen aus früheren Jahren sagen: "Gut dass ich mein Abi schon hab. Gut, dass ich es letztes Jahr gemacht habe. Solche Bedingungen wie ihr habt, das hätte ich nicht geschafft. Und ich dachte schon, mein Abitur wäre widerlich und schlimm gewesen. Aber das war kein Vergleich zu dem, was ihr dieses Jahr aushalten müsst. Mein Beileid."

 

Das Verständnis vieler Schüler*innen für das Ausbleiben von Maßnahmen gegen Lerndruck und gegen das offene Infektionsmesser, in das wir derzeit blindlings rennen, ist aufgebraucht! Genauso das der Schulleitungen und Lehrkräfte. Die Schulgemeinde, auch die Eltern, haben keine Lust mehr auf Hin und Her und die allgemein bekannte massive Gefahr, die von diesem fast schutzlosen Unterrichtskonzept ausgeht. Diese seit Monaten schon viel zu lang andauernde Ungewissheit, freitags nicht zu wissen wie und ob der Unterricht am Montag weitergeht, das ist einfach nicht mehr auszuhalten! Das macht uns fertig und raubt uns unsere Leistungsfähigkeit, weil es ermüdet und verrückt macht! Ihre Sorgen, das Abitur könnte nicht mehr vergleichbar sein oder das diesjährige könnte einen Imageschaden erleiden, halte ich für verantwortungslos unbegründet. Im Gegenteil, das Abitur ist bundesweit schon lange nicht mehr vergleichbar, Bremen wird belächelt, während Bayern auf dem Treppchen ganz oben steht. Auf diesen Zug jetzt in dieser Situation zu setzen, ist absoluter Schwachsinn.

 

Den prophezeiten Imageschaden sehe ich dazu ebenfalls nicht. Ihre Befürchtung und die Ihrer Kolleg*innen war ja immer, dass bei Anpassung der Abiturrahmenbedingungen den Schüler*innen ein Nachteil entstünde, weil sie bei der Berufswahl dann verschmäht würden, weil sie ja das "Corona-Abitur" haben. Was uns an dieser These eint, ist, dass auch ich einen Nachteil für Schüler*innen sehe. Aber der besteht definitiv nicht in einem zu leichten Abitur, sondern darin, dass die Schüler*innen in diesem Jahr einen bisher ungekannten Lerndruck durch die große Notenhetze haben. Lehrer*innen sehen sich gezwungen, durch Ihre Maßnahmen so viele Noten wie es geht in kurzer Zeit zu erheben. Ergebnis für die Schüler*innen ist dann pausenlose Raserei, Ruhelosigkeit und daraus entstehend eine psychische Dauerbelastung. Auch die von uns in kürzester Zeit erwarteten Kompetenzen, sich selbst zu strukturieren, mit online-Unterricht klarzukommen, sich zu organisieren, alleine am Ball zu bleiben sind enorm! All das sind Dinge, die wir lernen mussten, die von uns mit einem Mal erwartet wurden und die wir nun können. Vermutlich unterscheidet uns das von allen vorherigen Jahrgängen. Solche Kompetenzen in dieser Tiefe sind Zeugnis für unsere unfassbare Anpassungsfähigkeit und Flexibilität, für unseren verantwortungsvollen Umgang in widrigsten Zeiten. Solche Kompetenzen wird die Wirtschaft zu schätzen wissen. Ich verstehe Ihre Angst hier überhaupt nicht!

 

Nebenbei bemerkt, die Pandemie bewirkt tatsächlich allein schon ohne Schule psychische Belastung, auch bei Schüler*innen. Wir sind nicht immun dagegen! Das sorgt dann dafür, dass mir verschiedenste Mitschüler*innen regelmäßig von Angstzuständen berichten. Manche sagen, sie würden mehrmals die Woche weinen, weil die Lage sie so fertig mache. Der Notendruck hat das tragbare Ausmaß weit überschritten, Sie haben den Bogen überspannt! Und das ist auch nicht das alljährliche Gejammer, dass das Abitur zu schwer sei. Das ist ein akuter Hilferuf. Nehmen Sie ihn endlich ernst und belachen Sie ihn nicht immer wieder als typisch für Schüler und nichts Neues. Dieser Hilferuf resultiert aus Ihren im Laufe des Schuljahres immer strenger gezogenen Daumenschrauben. Stichwort: gestrichene Ferien... Und wehe wenn eine Schule etwas weniger Gas gibt. Dann gab es Ärger aus Ihrem Ministerium, wie Katharina Schulze (B90/Die Grünen) im Landtag fassungslos berichtete. 

 

Ich muss also hoffnungslos enttäuscht feststellen: Nach einem Jahr Pandemie haben Sie die Lage nicht im Griff! Sie scheinen, meiner Meinung nach, nichts gelernt zu haben oder lernen zu wollen, was die immer wieder gleichen Fehler zeigen.

 

 

Meine Forderungen:

Setzen Sie verbindlich und nachvollziehbar eine Teststrategie für alle Schulen ein! Dadurch, dass nicht sofort für jeden ausreichend Tests zur Verfügung stehen, braucht es anfangs auch für Tests eine Priorisierung. Ich denke da klar an die Oberstufe. Wenn hier Tests als Erstes zum Einsatz kommen, dann haben wir eine bessere Sicherheit für die Schüler*innen und Lehrer*nnen und laufen nicht blindlings Gefahr, durch unerkannte Infektionen massenweise Klassen in Quarantäne schicken zu müssen und damit auch noch mehr Zeit für Stofferarbeitung zu verlieren. Vor allem aber sollten diese Tests verpflichtend sein! Denn für mich ist völlig klar: Wer nicht bereit ist, quasi durch einen Test offenzulegen, ob er ansteckend ist oder nicht, der kann auch nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, weil er so zu einem unbemerkten Risiko für alle anderen werden könnte. Denn solange noch keine Impfungen für Schüler*innen angeboten werden können, muss eine sinnvolle Alternative zum Schutz vor Infektionen gefunden werden.

 

Ich denke dabei aber nicht nur an Tests, sondern auch an die Einführung der Luftfilteranlagen, wie sie schon lang versprochen sind und in Versuchen, wie denen des Klinikum rechts der Isar zeigten, sehr wohl in Innenräumen einen schützenden Effekt haben. Hier hilft es meiner Meinung nach auch nicht, das an die untergeordneten Stellen zu delegieren, sondern ich sehe es als nötig an, den Prozess zu begleiten, so dass Geld und schließlich die Geräte auch wirklich vor Ort ankommen. Und vor allem sollte es keine Einschränkung geben mit "wer theoretisch lüften kann, bekommt nichts". Nicht nur in meiner Schule sind die Fenster zu klein und die Klassenzimmer zu eng, um die Fenster effektiv zum wirkungsvollen Lüften zu nutzen.

 

Für all solche Maßnahmen, wie Luftfilter und Tests braucht es ganz klare Rahmenbedingungen, die kein Ausscheren zulassen oder die das Ausnutzen von Schlupflöchern nicht möglich machen. Denn sonst, so meine Prognose, werden diese Maßnahmen in Schall und Rauch aufgehen und gar nichts nutzen im praktischen Alltag. 

 

Wichtig finde ich aber auch, Maßnahmen, wie das Aufbauen von zusätzlichen Raumkapazitäten durch Container zu erwägen, gerade im Hinblick auf das Abitur oder ausgeweiteten Präsenzuntericht. Klar, aufwändig, aber das sollte Deutschland schon ein sicherer Schulbetrieb wert sein. Und auch was die Impfungen angeht: Zumindest die Lehrer*innen sollen ja zeitnah geimpft werden, was ich sehr begrüße, was aber auch in Anbetracht der sich zuspitzenden Lage deutschlandweit schnell und unbürokratisch gehen muss. Aber auch Schüler*innen, vor allem der Oberstufe, die unter sicheren Bedingungen ihren Abschluss machen sollen, sollten in der Impfstrategie bevorzugt werden. Sie trifft auch nicht so sehr die dünne Studienlage bzgl jüngerer Menschen. Die allermeisten Abiturient*innen sind 18+. Überhaupt: Bürokratie ist ein wesentlicher Bremsklotz in der deutschen Pandemiepolitik. Hier braucht es ganz klar niederschwelligere Maßnahmen und auch die Gesundheitsämter müssen endlich die nötige Digitalisierung aufgenötigt bekommen. Denn es kann nicht sein, dass man im Februar den Bescheid bekommt, im Dezember in Quarantäne zu müssen. Und auch Nachverfolgung und Testanordnung laufen meist nur durch großen personellen und zeitlichen Aufwand des Schulpersonals so glimpflich und zuverlässig. Mein Konrektor sprach hier einmal von Bergen an Daten und E-Mails, die er pro Fall hier bearbeiten müsse.

 

Eines aber ist für mich bei all dem ganz klar: Es muss jetzt sofort gehandelt werden. Oder in anderer Sprache ausgedrückt: IMMEDIATELY! Es braucht neue Maßnahmen, gerne auch aufwendig, dafür funktionierend organisiert. Bis die Impfungen uns Schüler erreichen, haben wir vermutlich unser Abitur bereits geschrieben.

 

Ich möchte Herrn Piazolo ein Angebot machen:

Eigentlich möchte ich gar nicht so massiv Kritik äußern müssen, ich verstehe Ihre Lage ebenso. Ich sehe nur keinen anderen Weg mehr, auf die Lage vor Ort aufmerksam zu machen, bevor es kracht. Daher, weil mir sehr daran gelegen ist, die Situation sachlich und konstruktiv zu besprechen, zu verbessern, Lösungen zu finden und zu verhindern, dass der Blindflug in eine Bruchlandung mündet: Lassen Sie mich doch mal bei Ihnen vorsprechen! Hören Sie mich und die verzweifelten Bitten aus der Schulgemeinde an! Laden Sie mich in den Landtag ein, ins Kultusministerium! Lassen Sie uns ins Gespräch kommen! Ich bin nicht daran interessiert, Ihnen destruktive Vorwürfe zu machen und Ihnen nicht fundierte Kritik um die Ohren zu hauen. Ich möchte mit Ihnen sachlich über die Situation sprechen, sie veranschaulichen, sodass hier eine Besserung der Lage nachhaltig möglich ist. Ich möchte helfen, ich möchte etwas verändern. Lassen Sie uns sachlich darüber reden und eine Lösung finden. Ich finde, das ist man den Schüler*innen und der ganzen Schulgemeinde schuldig!

 

Cheers!