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Foto: Tim Tramnitz fährt in seinem schwarz-weißen Formelrennwagen mit der Nummer 77. Im Hintergrund erkennt man den Frontflügel von einem anderen rot-schwarzen Rennwagen.

Tim Tramnitz in seinem Rennwagen der Formel 4 | Quelle: Tim Tramnitz

Interview von Flo S.
Bereich
Kultur
Veröffentlicht
05.10.2022

Anstatt Schule auf der Rennstrecke

Der 17-jährige Tim Tramnitz fährt seit Kindheitstagen auf vielen legendären europäischen Rennstrecken, und das ziemlich erfolgreich! 2021 wurde er in den Juniorserien Deutsche und Italienische Formel 4 jeweils Vizemeister. Zurzeit fährt er in der Formel Regional Europa, der Mittelweg zwischen Formel 4 und Formel 3. Seit 2017 unterstützt die ADAC-Sportstiftung ihn finanziell.

Foto: Portrait von Tim Tramnitz
Tim Tramnitz | Quelle: Tim Tramnitz

Wie kamst du zum Motorsport?

Das machen nicht viele, aber mit zwei Jahren bekam ich ein Elektro-Quad und hatte damit die ersten Erfahrungen im Motorsport. Mit fünf fuhr ich zum ersten Mal Kart, am Anfang nur zum Spaß doch vier Jahre später auch in den ersten Meisterschaften. Schon von Anfang an gewann ich sehr viele Rennen und Meisterschaften und wechselte 2020 zu Formelwagen.

 

Schule und Rennfahren gleichzeitig?

Am Anfang ging es noch, doch als es immer mehr Rennen wurden, hörte ich nach der Mittleren Reife auf. Es ist bei vielen Sportlern so, dass die Bildung unter der Leidenschaft zum Sport leiden muss.

 

Wer sind deine Vorbilder?

Da ich in der Zeit groß wurde als Sebastian Vettel die Formel 1 dominierte, war er das größte Vorbild. Da der 2021-Weltmeister Max Verstappen einen Raketenstart in seiner Karriere hatte, ist er ebenfalls ein Vorbild.

 

Was waren deine schönsten Momente?

Natürlich ist jeder Rennsieg wunderschön, aber der erste Sieg in Oschersleben im letzten Rennen der Formel 4 Saison 2020. Aber auch das ganze Jahr 2021 mit den vielen Podien und Vizemeisterschaften waren wunderschöne Erlebnisse.

 

Foto: Tim Tramnitz im Rennoverall mit Cäpi und Mund-Nasen-Schutz vor einer Sponsorenwand, in der Hand eine Trophäe, den Daumen nach oben
Tim Tramnitz auf dem Podium in Österreich | Quelle: Tim Tramnitz
Foto: Ein Rennwagen ohne Heckflügel in voller Fahrt auf der Rennstrecke
Ohne Heckflügel fährt's sich schlecht! | Quelle: Tim Tramnitz

 

 

Und der schlimmste?

Im Dezember 2021 brach ich mir einen Lendenwirbel bei einem Crash im Test in Portugal. Es dauerte vier Monate, bis es so weit verheilt war, dass ich wieder ohne Schmerzen fahren konnte. Glücklicherweise ging sich das perfekt mit dem Saisonstart im März aus.

 

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Absolut die Formel 1, die Königsklasse des Motorsports. Falls dies aber aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert, vor allem finanziellen, wäre die ähnliche amerikanische Rennserie IndyCar eine Option.

 

Was machst du außerhalb vom Motorsport?

Zurzeit mache ich eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker in einer Autowerkstatt, darüber hinaus auch sehr viel Sport, um fit genug zu sein für die Rennen. Aber ich trainiere auch im Simulator für die Rennwochenenden.

Tim Tramnitz´ nächstes Rennen wird Mitte Oktober in Spanien stattfinden und danach gibt es noch ein weiteres in Italien. In welche Rennserie er nächstes Jahr aufsteigen wird, wird sich noch in der nahen Zukunft entscheiden, doch ich bin mir sicher, er wird sehr hoch hinauskommen!

 

Tim Tramnitz' Website

 

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