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Foto: Ein Kabel, zwei USB-Ladegeräten und in der Mitte ein Smartphone mit der Rückseite nach oben

How to Technik: Für den Alltag gerüstet | Foto: Jonas B. 

Thema
Wissen
Redakteur | In
Jonas B.
Veröffentlicht
16.08.2020

How to Technik: Langes Leben für dein Smartphone

Worauf ihr im Alltag im Umgang mit Smartphone und Co achten solltet und was von all den Gerüchten über Technik, die so rumschwirren, überhaupt stimmt... damit ihr euch noch oder wieder auskennt!

Technik hat den Ruf weg, viel zu kompliziert zu sein... was für Nerds. Gleichzeitig haben wir eine Gesellschaft, die immer digitaler wird. Das sorgt für Gerüchte und Behauptungen.
Dass die nicht selten völliger Blödsinn sind oder sogar gefährlich sein können, möchte ich euch gerne zeigen... und ein paar Tipps geben, wie z.B. der Handy Akku am besten hält, damit ihr daran lange Freude habt. Schließlich soll euch Technik das Leben nicht erschweren. 

 

Handy und Akku

Tipp 1: Handy nur anstecken, wenn ihr direkt in der Nähe seid!

Folgender Hintergrund: Ein Handy braucht als Mobilgerät natürlich Strom und den erhält es aus einem verbauten Akku. Der ist ein Verschleißteil, geht also mit der Zeit kaputt. Das merkt man spätestens daran, wenn das Handy immer öfter an die Steckdose muss. Doch Defekte können auch spontan auftreten, ein Kurzschluss reicht da oft schon. Dann kann sich der Handyakku aufblähen und im schlimmsten Fall explodieren... das kennt man spätestens seit Samsung mit der Note 7 Serie ein großes Problem mit plötzlich Feuer-fangenden Handys hatte. Deswegen: Handy nur anstecken, wenn ihr auch da seid, dann könnt ihr rechtzeitig eingreifen, nicht dass euch noch die Wohnung abbrennt.

 

Tipp 2: Gut überlegen, ob nachts laden wirklich nötig ist!

Der Grund dafür ist ähnlich wie oben: Zunächst einmal seid ihr im Schlaf zwar in der Nähe eures Handys, das muss aber nicht unbedingt ein Vorteil sein. Nicht nur seid ihr der Handystrahlung ausgesetzt (naja gut, die ist ja sowieso durch Mobilfunkmasten überall), nein, auch wenn das Handy anfängt, vor sich hin zu kokeln, wacht ihr höchstens durch den Knall auf. Im schlimmsten Fall bekommt ihr aber nichts mit, schlaft weiter und lauft Gefahr mindestens eine Rauchvergiftung zu bekommen.

 

Tipp 3: Handy nicht voll aufladen oder komplett entladen!

Von gesundheitlichen Risiken mal ganz abgesehen, mag der Handy-Akku das all-nächtliche Laden auch so nicht. Lithium-Ionen-Akkus, wie sie in den meisten Smartphones verbaut sind, fühlen sich am wohlsten, wenn man den Ladestand bei 30 bis 80% belässt. Der Mythos, dass man Handysakkus immer voll aufladen sollte, stammt aus der Zeit vor den Lithium-Ionen-Akkus und stimmt ganz und gar nicht mehr! Im Gegenteil, zu oft bis 100% zu laden oder das Handy bis zum bitteren Ende zu nutzen, sodass es sich ausschaltet, kann sogar schädlich für den Akku sein, da er sonst z.B. erheblichen Spannungsschwankungen unterliegt... und das schadet der Haltbarkeit und Gesundheit des Akkus und damit der Laufzeit des Handys.

 

Tipp 4: Lieber öfter, dafür weniger lang laden!

Moderne Akkus werden nach Anzahl der Ladezyklen in ihrer Gesundheit beeinflusst. Ein kompletter Zyklus ist dabei einmal aufladen von 0-100%. Besser ist es, lieber in kleinen Häppchen zu laden und den Akku damit, wie bei Tipp 3 erklärt, zwischen 30 und 80% zu halten. Einmal 10% zu laden ist nämlich kein kompletter Zyklus! Also, viele kurze Ladevorgänge sind besser, als einer bis 100% und sorgen dafür, dass du länger was von deinem Handy hast.

 

Und fürs Laden gibt es ja mittlerweile auch zahlreiche, immer besser werdende Ladestandards für Schnellladung. Damit ist der Handy-Akku in kurzer Zeit wieder verfügbar. Diese kurzen Ladehäppchen sind also wirklich kurz!

 

Tipp 5: Ladegeräte können grundsätzlich auch von anderen Herstellern genutzt werden!

USB-Ladegeräte, wie sie fast jedes Smartphone heute verwendet, sind universell einsetzbar. Der wesentliche Unterschied kann die Ladegeschwindigkeit sein, da nicht jeder Adapter dieselbe Leistung hat. Überladen könnt ihr euer Handy damit aber für gewöhnlich nicht, da in jedem Handy eine Ladeüberwachung integriert ist, wie auch in vielen Ladeadaptern.

Mit Kabeln ist es ähnlich wie mit den Adaptern, da könnt ihr auch das eures alten Handys nutzen, wenn es denn denselben Anschluss hat. Die 3 namhaftesten Anschlüsse sind da microUSB (klassicher Anschluss von früheren Android Smartphones), Lightening (Anschluss von iPhones) und USB-C (moderner Anschluss; Android, PC und Apple mittlerweile). 

 

Das Einzige, das ihr im Hinterkopf behalten solltet, wenn ihr Kabel oder Ladeadapter von anderen Herstellern nutzt, ist, dass sofern es z.B. damit zu einem Kurzschluss kommt und euer Smartphone dabei Schaden nimmt, kann es sein, dass der Hersteller eures Handys den Ladeadapter als den Schuldigen erklärt. Das kann dann Auswirkungen auf die Garantie haben, sprich ihr bekommt den Schaden eventuell nicht erstattet. Das kann passieren, muss aber nicht sein. Achtet deshalb auf zertifizierte Ladegeräte, z.B. mit dem CE- oder GS-Zeichen. Diese stehen für elektrisch überprüfte Produkte.

 

Tipp 6: Beim ersten Aufladen muss das Handy Nicht voll aufgeladen werden!

Der Mythos, dass man einen Akku beim ersten Laden unbedingt voll aufladen soll, hält sich hartnäckig, stimmt nicht (mehr)! Modernen Lithium-Ionen-Akkus ist es egal, ob ihr sie direkt benutzt oder ein bisschen oder voll aufladet nach dem Auspacken. Einzig ihre "Wohlfühlathmosphäre"  solltet ihr eben beachten (siehe Tipp 3).

 

Tipp 7: Auf extreme Einflüsse achten!

Jeder kennt es: Im Winter ist der Handy-Akku ratzfatz leer. Das liegt an den bei Kälte langsamer fließenden Elektronen. Im Sommer dagegen wird das Handy teilweise extrem warm. 

Beide sind für einen modernen Akku Stress-Situationen, die ihr vermeiden solltet.

 

Im Winter also lieber:

  • Handy in der Tasche lassen und draußen möglichst wenig benutzen
  • Kälteschocks (auf eine sehr kalte Oberfäche legen) vermeiden 

Im Sommer:

  • Handy niemals im Auto liegen lassen! (Überhitzungsgefahr und damit auch womöglich Explosionsgefahr)
  • Nicht der prallen Sonne aussetzen oder unter sich stark aufheizenden Oberflächen aufbewahren, wie einem schwarzen Rucksack oder Jacke! (Überhitzungs- und dadurch eventuelle Explosionsgefahr)
  • Bei Überhitzung ausschalten und bei Zimmertemperatur herunterkühlen lassen!
  • Auf keinen Fall in den Kühlschrank oder ins Eisfach legen bei Überhitzung! ⇒ Kälteschock
  • Bei Hitze auch nicht Laden!

Und auch die Powerbank sollte auf keinen Fall in der Sonne oder im Auto bleiben. Auch die kann explodieren oder zumindest überhitzen! Letzteres kann zu Defekten, oder mindestens zu Leistungsverlust führen, was in beiden Fällen nicht cool ist.

 

Sollte das Handy aber doch mal aus Versehen gebruzelt haben, kann es gut sein dass es auf Eingaben im Moment nicht mehr reagiert oder ruckelt. Das ist da normal. Nach ein bisschen Abkühlung sollte es danach meist wieder funktionieren.

Online-Shopping

Tipp 1: Vergleichen!

Nutzt verschiedene Preisvergleiche, wie idealo oder geizhals. Alternativ gibt es auch Deal-Alarme, wie mydealz oder Deal Doktor, wo ihr frische Schnäppchen finden oder selbst posten könnt.

 

Tipp 2: Testberichte oder Rezensionen lesen!

Damit ihr euch nicht Schrott oder gar gefährliche oder gefälschte Produkte nach Hause holt, solltet ihr folgendes beachten:

Lest euch Erfahrungen anderer Nutzer durch, um mehr zu dem Produkt zu erfahren. Seid dabei aber auch immer darauf bedacht, dass die Rezensionen gefälscht sein könnten. Das ist mittlerweile sogar ein beliebter Betrugsweg. Je mehr Bewertungen abgegeben worden sind, desto mehr könnt ihr für gewöhnlich dem Durchschnitt trauen. Aber hier ebenfalls aufpassen, es gibt Unternehmen, die anbieten die Bewertungsabschnitte zu fluten...mit positiven oder bei der Konkurrenz eben negativen Angaben. Daneben sollten Bewertungen auch möglichst aktuell sein, höchstens ein halbes Jahr alt, damit ihr sichergeht, dass sich beim Produkt nicht zwischenzeitlich etwas geändert hat...vielleicht hat man ja inzwischen nachgebessert ;) .
Seht euch auch Erfahrungsberichte oder sogenannte Unboxing-Videos bei YouTube an. Da habt ihr auch gleich visuelles Material und könnt selbst sehen und hören, wie das Produkt so ist.
Oder ihr lest euch Testberichte durch. Da könnt ihr auf Prüfinstitute (Stiftung Warentest, ...), Testberichtseiten, Fachmagazine oder Fernsehberichte setzen. 
Seid misstrauisch im Netz, wenn etwas "zu günstig ist um wahr zu sein", ist die Gefahr groß, einen Fake zu kaufen. Im schlimmsten Fall landet der beim Zoll oder setzt beim Gebrauch die Wohnung in Brand.
 

Tipp 3: Bei Misstrauen: Finger weg!

Wenn ihr euch bei einem Produkt nicht sicher seid, dann kauft es auch nicht - bevor ihr euch hinterher ärgert oder gefährlichen Billig-Schrott kauft, der nicht gut für eure Gesundheit ist. 

 

 

 

Ich hoffe, mit meinem kleinen Tipp-Sammelsurium konnte ich euch etwas weiterhelfen, aufklären oder schlicht und einfach informieren. Solltet ihr Fragen, Anregungen oder weitere Tipps haben, könnt ihr euch gerne bei mir oder uns melden. Dafür nutzt gerne die Mail als Weg oder z.B. Instagram und Facebook. 

Ich wünsche euch einen sicheren Betrieb eurer Technik-Herlferleine!

 

Cheers