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Man erkennt eine Hand, die auf einer Computermaus liegt, unscharf links von und hinter der Hand sind eine Tastatur, ein Bildschirm und eine Lautsprecherox
Thema
Freizeit
Redakteur | In
Lena H., Benni, Vitus
Veröffentlicht
27.08.2020

Escape the Game: Vom Room ins Internet

Die grundlegende Idee von Escape-Rooms ist sehr simpel und kommt wie fast alles aus den USA. In der Anfangszeit begnügten sich die Leute damit, in einen Raum eingesperrt zu werden, der wie ein einfaches Wohnzimmer oder ein Büro aufgebaut war. Damals wurde oft mit versteckten Botschaften in Büchern, auf PCs oder ähnlichem gearbeitet. Durchaus knifflig, aber nicht gerade kreativ. Mittlerweile aber sind Escape-Rooms zu richtigen Events geworden. Zu dritt haben wir, Benni, Vitus und ich, Lena, uns in den Sommerferien an dem neuen Online-Escaperoom des Kreisjugendring Rosenheim (kurz KJR) versucht.

Der Escaperoom des KJR

Wovon handelt der Escaperoom?

Im Spiel "Das Verschwinden" ist ein Mann namens Boris verschwunden, der geheime Informationen herausgefunden hat und jetzt verfolgt wird. Um im Fall `Boris ́ vorran kommen zu können, musst du jedoch viele Rätsel lösen, da Boris versucht hat, seine Spuren zu verwischen und alles Wichtige zu verschlüsseln. Mehr verrate ich jedoch nicht. Ihr könnt euch das Ganze auch nochmal im Trailer ansehen.

Das Thema ist unserer Meinung nach sehr gut gewählt. Zum einen, weil es darauf aufmerksam macht, dass auch in Demokratien, wie Deutschland oder den USA, Whistleblower, die nur Gutes tun wollen, verfolgt oder unter Druck gesetzt werden. Auch macht es auf die Problematik des gläsernen Menschen in der digitalen Welt aufmerksam. Damit nimmt der Escaperoom Bezug auf ganz brisante und aktuelle Themen und will die Leute im Nachhinein auch zum Nachdenken anregen, vor allem jüngere, damit sie mehr Bewusstsein dafür entwickeln.

Und los gehts:

Da der Escape Room online stattfindet, haben wir uns alle von Zuhause aus einige Minuten vor der per E-Mail ausgemachten Zeit (um eventuellen technischen Problemen vorzubeugen) mit dem ebenfalls per E-Mail zugeschickten Link auf der online-Plattform BigBlueButton getroffen.

 

 

 

Auf dem Foto erkennt man die Seite, auf die man kommt, wenn man dem Einladungslink folgt.

 

So sieht die Seite aus, wenn du auf den Einladungslink klickst.

(Anzeige von einem Tablet!)

Auf dem Bild erkennt man den optischen Aufbau des Escaperooms

 

Am linken Rand siehst du die teilnehmenden Personen, daneben ein Chatfenster und ganz rechts läuft der

Escape Room ab. Hier zu sehen: Nach den meisten gelösten Rätseln wird ein Video abgespielt, in dem die

Geschichte weitergesponnen und die nächste Aufgabe erklärt wird. Ansonsten wird dort z.B. ein Hinweisfoto angezeigt. 
(Anzeige von einem Tablet!)

 

Und so wars:

Insgesamt hatten wir 7 Rätsel zu bewältigen. Manche waren kürzer und leichter, bei anderen musste man auch mal umdenken und manche waren ganz schön knifflig und wir hatten etwas zu kämpfen, obwohl wir weit über dem angegebenen `Mindestalter´ von 12 Jahren sind (wie viel älter könnt ihr auf unserer mega coolen Redakteursseite nachlesen ^^).

Geleitet wurde das Spiel von Jonathan, welcher anfangs den Ablauf und alles andere kurz erklärt hat und uns dann durch den Escape Room mit Tipps und Hinweisen begleitet hat. Auf Wunsch ist er zwischen den Hinweisbildern hin und hergewechselt bzw. hat herangezoomt.

Letzten Endes sind wir, laut Jonathan, recht schnell durchgekommen und haben etwa 1h und 20min gebraucht. Allgemein würde ich sagen, dass man schon mindestens 1,5 h einplanen sollte, so wie es auch in der Beschreibung des Spiels auf der Website des KJR steht.

Ansich finde ich persönlich, dass das Escape Game für 12-jährige schon eher schwer ist. Wir drei hatten allerdings sehr viel Spaß und es kam von allen ein positives Feedback, vor allem, weil, was auch das Besondere an dem Escape Room ist, man nicht nur auf dem Bildschirm Hinweise und Lösungen finden muss, sondern auch im Hier-und-Jetzt. Aber damit erst mal genug Spoiler :)

Abschließend können wir sagen, ...

...dass natürlich jeder seine Vorlieben bei Escaperooms hat. Unsere jeweiligen rückblickenden Betrachtungen sind jedoch hübsch gleich; weshalb Benni sie für euch nochmal zusammengefasst hat:

 

Online-Escape-Rooms sind für mich wie andere Rätselspiele und Knobelaufgaben deshalb so spannend, weil man seine grauen Zellen mal anderweitig benutzen und, wie man so schön sagt, „out of the box“ denken muss. Die Online-Variante der beliebten Freizeitaktivität hat mich mit vielen verschiedenen Rätselansätzen und ungewöhnlichen Lösungsstrategien begeistert und uns als Rätselteam durchaus gefordert. Im Vergleich zu den realen Vertretern ist der Online-Escape-Room natürlich in Zeiten von Corona besonders gut geeignet, um mit seinen Freunden einen virtuellen Ausflug zu machen und weist deutlich mehr Möglichkeiten auf als es mir vorher bewusst war. Das Projekt ist auf jeden Fall an alle die weiterzuempfehlen, die gerne ihre Gehirnzellen anstrengen und mal eine andere Art von Escape-Rooms ausprobieren möchten. Mit etwas Ehrgeiz und der nötigen Motivation erlebt man hier eine coole Geschichte und knobelt sich zusammen mit seinen Freunden bis zum Sieg!

Du willst den Escaperoom auch ausprobieren?

Dann schnapp dir ein paar Freunde aus deinem Verein, denn alle Jugendinitiativen und Jugendgruppen der Vereine im Landkreis Rosenheim können dieses Angebot kostenfrei nutzen! Melde dich einfach direkt nach der Sommerpause des KJR vom 22.08.-06.09.2020 per E-Mail an onlineevent@kjr-rosenheim.de oder claudia.kreutzer@kjr-rosenheim.de an und buche einen Termin!

Du bist kein Fan von Escaperooms? Dann probier doch das ebenfalls neue Angebot des KJR: die virtuelle Weltreise aus (es gelten die selben Bedingungen, wie beim Live Escape Game).

Neben Online-Escaperooms gibt es aber auch noch die Räume im Reallife

Vitus hat in Rosenheim 2 verschiedene Rooms, bei 2 verschiedenen Anbietern durchlaufen und wird euch nun von den Eindrücken eines Real-Life-Escape-Rooms berichten:

"Robot Paranoia“ im ESCAPE ROOM ROSENHEIM

Der erste, den ich zusammen mit meinem Taufpaten gemacht habe, hieß „Robot Paranoia“. Die hier gespannte Rahmenhandlung ist an klassische Revolutionen von Maschinen, wie in Terminator, angelehnt. Es wurde ein einstündiger Waffenstillstand ausgehandelt in dem wir den Widerstand finden müssen. Diese Info bekommen wir von unserem Guide, der uns kurz darauf in einen Raum sperrt, was allerdings in Sekunden in Vergessenheit gerät. Wir stehen nicht mehr in einem mehrstöckigen Mietshaus neben dem Karstadt, nein, wir sind in Mitten einer japanischen Metropole. Zugegeben, ein sehr heruntergekommener Teil der Stadt, aber das raubt nur wenig seiner Magie, die mit Geräuschen einer Großstadt und Wind erzeugt, untermalt und verstärkt wird. Sobald man mit dem Bewundern von der unglaublich schönen Illusion und den vielen Details fertig ist, geht die Suche auch schon los. Die Suche nach was? Naja nach allem. Einer sucht die Sticker an der Wand ab, ein anderer tastet alle Vorsprünge ab. An der Wand steht eine Infokonsole. Dieser Escape-Room war extrem atmosphärisch und hatte auch einige Überraschungen zu bieten, er lässt einen dabei vollkommen vergessen, wo man eigentlich wirklich ist und sorgt damit für ein unglaubliches Erlebnis.

"Jack the Ripper" im Black Fox in Rosenheim

Der zweite Raum, den ich zusammen mit 3 Freunden gemacht habe, war kleiner, etwas weniger atmosphärisch und auch nicht so detailreich. Dafür konnte er mit ganz anderen Punkten trumpfen. Einer davon ist, dass man in beinahe kompletter Dunkelheit arbeiten muss. Nur eine Lampe spendet Licht, was das finden von Hinweisen erschwert. Dazu kommt noch, dass dieser Raum der schwerste ist, den Black Fox anzubieten hat. Es bedarf einiges an Hirnschmalz und Teamarbeit, um hier auf die Lösung zukommen.

Der Punkt Teamarbeit ist für einen Escape Room auch sehr wichtig. Man sollte versuchen eine Gruppe von vier Leuten nicht zu überschreiten. Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass zwei Leute möglich aber schwierig ist. Zu viele wiederum würden sich dagegen nur im Weg stehen, was selbst bei vier schon passieren kann.

Jetzt ist aber Schluss - eine angenehme Zeit und bleibt gesund!