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Foto: Menschenleerer Klassenraum mit Blick Richtung Tafel, mit einigem Abstand stehen Stühle vor Einzeltischen

Lernen mit Abstand - Verlassenes Klassenzimmer im Altbau der FOS/BOS Rosenheim | Foto: Jonas B.

Thema
Politik
Redakteur | In
Jonas B.
Veröffentlicht
29.05.2020

Schule in Zeiten von Corona:
Klappe 2 des Irrsinns!
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Bayern läuft ... und läuft weiter ... bleibt stehen ... schließt spät ... täuscht dann an und beginnt wieder zu laufen ... Ey Bayern! Was machst du denn da? ... Bayern läuft wieder ... Ja spinnt denn der ? Bayern läu... Und fällt ... ja, fällt! Das gibt's doch gar nicht! ... Das Spiel vergeben. Eine Katastrophe! ...

So würde mein Kommentar zur Corona-Politik Bayerns der letzten Zeit lauten. Damit denke ich vor allem an eines: Meine große Sorge! Die Sorge, dass die Lage wieder unkontrolliert schlimmer wird und die Infektionszahlen die Kapazitäten unseres Gesundheitssystems sprengen. Denn das würde zur "Triage" führen - zum Aussortieren von Menschen. Unweigerlich müsste man priorisieren, für wen es sich zu kämpfen lohnt, wer die höheren Überlebens-Chancen hat und wer nicht. Das wäre fatal.

 

Meine Sorge hat einen Grund!

 

Momentan herrscht überall das "Aufreiß-Fieber", Geschäfte und Schulen werden nach und nach immer mehr aufgerissen. Und ja, ich sage "aufreißen" dazu. Denn mittlerweile habe ich das Gefühl, es ist schon wieder alles offen. Und die Reaktionen der Leute? Sie stürmen die Städte und stehen Schlange vor den Geschäften. Es wird ein extremer Aufwand betrieben, um allen Schutzmaßnahmen gerecht zu werden, was sich nicht unbedingt positiv auf die Laune so manchen Mitarbeiters dieser Geschäfte auswirkt. Selbst ausgebildete Security-Mitarbeiter werden unfreundlich und wie ich selbst erleben durfte auch mal passiv-aggressiv und packen sich den Einkaufswagen der Kunden, um ihn wegen angeblich zu geringem Abstand 3 Meter nach hinten zu befördern. Bei all dem Frust entsteht durch die ganze Öffnerei und Lockerung der Eindruck, als hätten wir alles geschafft. Ein trauriger und höchst gefährlicher Trugschluss! 

Foto: Ein Schild, ähnlich einem Wegweiser hängt in einem weiten Treppenhaus. Es trennt die Treppe in zwei Hälften: Den Weg hoch und wen Weg runter.
Klare Richtung! | Foto: Jonas B.

 

 

Wie ich die Lockerungen erlebe:
 

Den Geschäften (auch den großen) sind Biergärten und Gaststätten gefolgt. Selbst Freibäder dürfen ab 08 Juni in die Saison starten und eine Woche später Kinos und Theater! Solche Öffnungen ziehen natürlich Publikum an, was in Corona-Zeiten doch eigentlich zu vermeiden wäre. Mittlerweile ist die Rosenheimer Innenstadt wieder sehr gut besucht, für meinen Geschmack teilweise zu gut. Leute stehen im Weg herum, die Abstände werden nicht immer eingehalten und selbst der Mundschutz hin und wieder verweigert. Und wenn es auf dem Gehweg eng wird, weil Personen den Gehweg für sich alleine beanspruchen und mittig gehen müssen, werden gerne mal die jungen Leute angepflaumt, dass sie ausweichen sollen, auch wenn es sich daneben um eine gut befahrene Hauptstraße handelt.

All das habe ich bereits erlebt. Und ich muss sagen: Ich gehe nur ungern durch die Stadt! Mich regt das Verhalten der Leute seit der Öffnung und den Lockerungen nur auf und ich fühle mich weder sicher, noch sehe ich, dass die Einhaltung der Maßnahmen kontrolliert wird. Das habe ich zumindest bisher nicht erleben können.

Versteht mich nicht falsch, es muss natürlich überall irgendwann weitergehen und es ist schon richtig, dass die Wirtschaft das nicht lange verträgt. Meiner Meinung nach sollte das nur mit mehr Bedacht nach und nach kommen, also dass erst einmal geschaut wird, wie und ob die Maßnahmen funktionieren und wie sich all das auswirkt. So würde sich die Situation in den Innenstädten entzerren, da nicht alle frisch geöffneten Geschäfte oder Einrichtungen gleichzeitig dem großen, ersten Ansturm nach dem Lockdown ausgesetzt wären. Das aber hat man jetzt verpasst. Und die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer streiten sich, wie viel Lockerung ok ist. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die LINKE) plädiert gar für ein Ende der Maßnahmen. Gott sei Dank ist Bayern diesem Ruf nicht gefolgt! Einem Ruf der Unvernunft, wie ich finde.

Was mir am Beginn der Schulen nicht passt:
 

Es ist der groß proklamierte feuchte Traum unseres bayerischen Kultusministers Michael Piazolo (Freie Wähler), jeden Schüler vor den Sommerferien noch mindestens ein Mal ins Klassenzimmer zu holen. 

 

Nun, im Grunde finde auch ich es gut und hilfreich, sich wieder in der Schule zu sehen. Und ich gebe zu, dass es etwas völlig anderes ist, den Unterricht face to face in der Schule zu haben. Man nimmt doch mehr mit, bzw. kann ganz anders nachfragen.

Mein Problem aber ist: Corona fängt doch gerade erst an! Die Reproduktionszahl (die momentan entscheidende Zahl "wie schlimm es ist", bzw. wie viele weitere Menschen ein Infizierter ansteckt) ist nicht stabil und wir erleben gerade ein nach meinem Eindruck maximal überfordertes Robert-Koch-Institut. Ständig ändern sich dessen Empfehlungen und Vorgaben. Und in dieses Chaos mischte sich die Idee vom schnellen Schulbeginn und dem Schreiben von Schulabschlüssen. In meinem ersten Kommentar "Schule in Zeiten von Corona: Und wann werden wir gefragt?" war das noch eine Theorie. Nun ist diese Realität geworden. Am Montag, den 27. April hatten bayerische Abschlussklassen ihren ersten Schultag seit dem 14. März.

 

Für die Schulen kam das knapp, denn weniger als 2 Wochen zuvor hatte die Regierung die Handhabung des Schulalltags und der Prüfungen erst verkündet. Wie und ob Noten im 2. Halbjahr gebildet würden, war bis Anfang Mai völlig offen. Jetzt wurden überstürzt Ersatzprüfungen anberaumt - nach Weisung des Kultusministeriums auf freiwilliger Basis. An meiner Schule, der FOS/BOS Rosenheim, ist der Plan, bestehende Noten aus dem ersten Halbjahr zu übernehmen, sofern nicht ausreichend Leistungen im 2. Halbjahr erbracht wurden. Wer mit dieser Handhabung nicht einverstanden ist, kann fächerspezifisch eine Ersatzprüfung ablegen, die alle Noten im 2. Halbjahr ersetzt.

Foto: Ein menschenleerer Gang eines Schulgebäudes. An der Seite steht ein Tisch mit Mund-Nade-Schutz-Masken und Desinfektionsmittel zur Selbstbedienung
Hygiene-Point zur Selbstbedienung | Foto: Jonas B.

 

Die Situation an der FOS/BOS Rosenheim:

 

Ich schreibe dieses Jahr Fachabitur und an meiner Schule beginnt das am 18. Juni mit der Deutsch-Prüfung. Bis dahin versuchen die Lehrer, uns so viel Stoff wie möglich zu vermitteln, um uns irgendwie sinn- und gehaltvoll vorzubereiten. Ein absoluter Wahnsinn! Denn das heißt: Präsenzunterricht gepaart mit Online-Unterricht über diverse App Teams. 

 

Wenn es zum Präsentunterricht geht, sieht das so aus: Bei der Anreise wird man freundlich gebeten, sich auf dem schon vor Corona übervollen Parkplatz aus dem Weg zu gehen, damit der Abstand eingehalten wird. Fahrgemeinschaften gibt es selbstredend nicht mehr, weshalb sich diejenigen, die bisher auf diese Weise zur Schule kamen, umorganisieren müssen. Bis vor ein paar Wochen war es dann in der Schule so, dass dort keine Maskenpflicht herrschte. Erst 2 Wochen nach dem Beginn der Schule wurde auch für uns an der FOS Rosenheim die Maske zur Pflicht. Nach wie vor dürfen Toilettengänge nur einzeln erfolgen und Klassenräume müssen jede Stunde mindestens 5 Minuten lang gelüftet werden. Das und anderes liest sich im Maßnahmenkatalog der FOS/BOS Rosenheim, welcher online einsehbar ist.

 

Über die Sache mit dem Mundschutz hatte ich mich ja schon in meinem ersten Beitrag geärgert - da allerdings noch, um den Irrsinn des Mundschutztragens während Unterricht und Abi zu verdeutlichen. Jetzt aber wäre ich froh, wir müssten ihn auch in den Klassenzimmern tragen! So sitzen die Leute zwar hübsch mit 1,5 Meter Abstand zu jeder Seite im gleichen Raum, aber eben ohne Mundschutz. 45 Minuten in dieselbe Luft Husten oder Niesen und das ganz ohne Schutz. Ein Grund von vielen, warum ich das Angebot, den Präsentunterricht nicht zwingend besuchen zu müssen, in der ersten Schulwoche dankend angenommen habe. Denn meine Meinung ist: Mundschutztragen ist nicht eine Frage des „Lust habens“ oder irgendeine tolle Geste, sondern in Zeiten einer so infektiösen Krankheit ein Mindestmaß an Respekt und Rücksicht seinen Mitmenschen gegenüber.

 

Aber zurück zur Schule: In Zeiten so großer Überforderung und Unsicherheit wird diese noch weiter ausgebaut, indem man SchülerInnen ins kalte Wasser wirft und völlig unnötigerweise einen schriftlichen Abschluss verpflichtend schreiben lässt. Nicht nur das! Die Sicherheitsmaßnahmen, die die völlig alleingelassenen Schulen aufstellen müssen, basieren zum Teil auf freundlichen Bitten, sich an die Vorschriften zu halten. Hier fehlen mir ganz klare Maßnahmen zur Umsetzung. Denn nicht Jeder ist mit dem Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung einverstanden und so lassen Manche diese einfach weg. Mit "Bitte bitte" wird sich Corona daher bestimmt nicht aufhalten lassen. Da braucht es schon vernünftig durchdachte Gegenmaßnahmen! Denn leider muss man auch immer mit der Dummheit und Unvernunft einzelner Mitmenschen rechnen.

Foto: Ein voll ausgestatteter Putzwagen steht neben Schulbänken bereit
Jetzt öfter im Einsatz | Foto: Jonas B.

 

Bei aller Kritik - Im Grunde lief es dann aber doch Ganz gut an der FOS... 

 

Das berichteten mir einige meiner Mitschüler, die schon in der ersten Woche anwesend waren und mittlerweile konnte ich mich ja auch selbst davon überzeugen. Die Ein- und Ausgänge sind klar voneinander getrennt und Klassen werden in 2 Gruppen geteilt unterrichtet. Zudem stehen mehrere Desinfektionsmittelspender zur Verfügung und Masken liegen ebenso zur Mitnahme aus, falls jemand doch keine hat. Die Maskenpflicht gilt auf dem Weg zum Klassenraum, im Freien jedoch nur wenn ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

 

 

Aber nicht Jeder aber hatte es so gut...
 

...wie die Schüler der FOS/BOS Rosenheim. Schüler anderer Schulen berichteten von großem Chaos und schlimmen Zuständen, Stau auf dem Gang, nicht greifenden Maßnahmen und wenig Hygienevorkehrungen. Unter solchen Umständen darf der Schulbetrieb auf keinen Fall weiter anlaufen! Das aber, fürchte ich, wird in weiteren Schulen der Fall sein, da diese sehr unzureichend ausgestattet und ausgebildet sind, hier fehlt Kapazität, Zeit und Material. Der Faktor Mensch sei an der Stelle aber als Manko auch nicht zu vergessen.

 

All das sind Sorgen und Gedanken, die ich mir mache. Das mag nicht unbedingt eintreten müssen, aber das ich so denke, liegt unter anderem daran, dass mir konkrete Vorkehrungen fehlen. Und ich finde, dass Schüler und Lehrer, aber auch Putzkräfte und andere Mitarbeiter, die zum Corona-Schutz in der Schule beitragen, ins eiskalte Wasser geworfen wurden.

Das Abitur in dieser Form ist eine Schnappsidee!

 

Was das Abitur und die anderen Abschlüsse angeht, kann ich nur sagen: So eine Schnapsidee, das Ganze so wie ohne Corona durchzuziehen! Es ist traurig, dass wir Schüler der Politik so wenig bedeuten, im Vergleich zur Wirtschaft, deren Sorgen viel ernster genommen werden, wie mir scheint. Die paar Schüler, die sollen sich nicht so haben... Abschluss ist wichtig und wenn sie erstmal arbeiten würden, wüssten sie, wie gut es ihnen geht. So oder so ähnlich fühle ich mich derzeit von den Politikern Deutschlands behandelt.

 

Ich habe nach wie vor Angst um meine Gesundheit und die meiner Mitmenschen. Ich habe auch Großeltern, die wegen ihres Alters zur Risikogruppe gehören. Ich will nicht die Schuldgefühle spüren müssen, Jemanden angesteckt zu haben. Das Alles ist nicht nur eine gesellschaftliche, sondern auch eine psychische Ausnahmesituation. Auf vieles was uns lieb und teuer ist müssen wir verzichten. Das hinterlässt Spuren. Ob da jeder in der Lage ist ein Abitur zu schreiben, bezweifle ich.

 

Doch nicht nur das. An den Gymnasien ist das schriftliche Abitur bereits abgelegt worden. Nun lese ich in einer Meldung von rosenheim24.de von einem Corona Fall in einer Abiturprüfung am Karolinen-Gymnasium in Rosenheim, der dazu führte, dass sich 57 Abiturienten in Quarantäne begeben mussten und getestet wurden. Sie gelten inzwischen zwar alle als "negativ" getestet, aber für sie das war so kurz vor der letzten Prüfung sicher ein herber Dämpfer. Und auch am Ignaz-Günther Gymnasium, welches mein Bruder besucht, gab es zunächst auch die Befürchtung eines "Abi-Corona-Falls", der sich aber als nichtig herausstellte. Muss erst wieder etwas passieren, bis die Politik handelt? Muss die Situation erst wieder eskalieren, bevor Menschen verstehen, dass Corona keine Erfindung der Chinesen ist?

Weiß ich nicht was ich will? ... Doch!

 

Aber wenn ich jetzt doch für die Schulöffnung bin und dafür, dass es mit den Geschäften weiter gehen muss, was will ich dann eigentlich?

Beides zusammen ist das Problem. "Entweder - Oder" wäre meine Devise. Und alles auch nicht so zackig, sondern behutsam mit guten Konzepten im Kopf, die man ausprobiert hat und die greifen. Momentan gerät all das ein wenig aus den Fugen, denn, wie ich finde, entsteht der Eindruck, mit der Öffnung der Schulen und vieler Geschäfte würde alles wieder normal. Ganz so als hätten wir schon alles geschafft. Das ist aber nicht so! Corona ist noch nicht einmal bei der Halbzeit, ein Impfstoff voraussichtlich erst nächstes Jahr massentauglich und die Maskenpflicht stößt schon jetzt auf massiven Gegenwind, wie neuerliche Demos in den deutschen Städten zeigen. Ja, wie wollen wir denn mit dieser Disziplin und Einstellung Herr der Krise werden?

Traurig, aber wahr: Merkel wird als Diktatorin bezeichnet!

 

Dass es so weit kommen konnte und Leute aus der Bevölkerung derart gegen die Regierung aufbegehren, ist fatal. Dass es so wenig Rückhalt und, wie ich meine, wenig Verstand gibt, dass man nicht die Fakten (neue, sehr infektiöse Krankheit; keine medizinischen Gegenmittel bisher; wenig Erkenntnisse; viele Tote) sehen möchte und sich mit seinen persönlichen Animositäten zurückhält, ist traurig. Ein bisschen ist das aber auch der Kommunikation der Politiker geschuldet. Ewige Durchhalteparolen und immer wieder der Aufschub der Lockdown-Maßnahmen sind eben nicht gerade der Laune des Volks zuträglich. Wobei man sagen muss, nicht alles darf man ernst nehmen, wenn dem geneigten Bürger Brot und Spiele abgehen und die Gesundheit seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger scheinbar weniger wichtig ist, dann ist das zwar bedauernswert, aber sicher kein Grund, den Rest der Bevölkerung zu gefährden.

Jetzt von einem totalitären Staat oder der Diktatorin Merkel zu sprechen, deren Traum, die Grundrechte der Bevölkerung zu rauben nun wahr geworden sei, wie es Abgeordnete der AFD tun, die teils zu Mitorganisatoren oder Befürwortern des ungehobelten Protests gehören, halte ich für unverschämt, rücksichtslos und vor allem realitätsfern. Unsere Lockdown Maßnahmen haben Wirkung gezeigt, wie im Vergleich mit anderen Ländern zu sehen ist. Auch haben wir auf gar nicht so viele Grundrechte für gewisse Zeit verzichten müssen! Sieht man nach Spanien oder Italien, erfährt man von wochenlangen kompletten Ausgehverboten! Man durfte dort das Haus/ die Wohnung gar nicht verlassen. Wir haben es echt noch gutgehabt, finde ich.

"Bald laufen wir alle mit einer Kloschüssel über dem Kopf herum!"

 

Daher konnte ich einen verbalen Ausbruch eines Herren die Tage an der Kasse eines Geschäfts in Rosenheim auch nicht ernst nehmen, als dieser von einer Diktatur sprach, seinen „Mundschutz“ (ein hauchdünner Schal, der nur über sein Kinn hing) ständig abnahm, und darüber philosophierte, ob wir bald alle mit einer Kloschüssel über dem Kopf herumlaufen müssten. Also, mal ganz im Ernst, das ist doch lachhaft! Leute kommt, ich weiß, sowas hat noch keiner von uns bisher erlebt, aber wenn wir alle ganz tief durchschnaufen, bis 3 zählen und einfach diese Zeit vernünftig und gesittet durchstehen, dann geht das schon. Auch ich finde Mundschutz nicht so toll, aber es hilft halt nichts. Das hat nichts mit Grundrechten zu tun, sondern besondere Situationen verlangen nun einfach besondere Maßnahmen und Verhaltensweisen.

Meine Forderungen:

 

Hört auf, an so Sinnlosigkeiten wie dem verpflichtenden Schreiben von Abschlüssen festzuhalten! Was ist denn so schlimm daran, die Schüler, die teils schon volljährig sind, darüber selbst entscheiden zu lassen, ob sie sich in eine schriftliche Prüfung begeben möchten oder nicht? Lasst uns doch selbst entscheiden, ob wir das Risiko eingehen möchten. Und dann ist da noch etwas: Gebt rechtzeitig Informationen und vor allem klare Verhaltens- und Fahrpläne für die Schulen vor, damit diese sich voll und ganz vorbereiten können! Am Ende sind es auch wieder die Schüler und Angestellten, die unter ungenügend vorbereitetem Schulalltag leiden. Lasst die Leute nicht im Dunklen und hört auf mit diesem Öffnungsmarathon, dem Streit der Minister, wer jetzt schneller ist. Die Folgen müssen doch am Ende wir alle, die Bürger, ertragen. Und macht langsam, wirklich langsam step by step... und nicht wie in den letzten Wochen alles auf einmal auf. Das Ganze läuft sonst Gefahr, aus dem Ruder zu laufen.

 

 

Cheers 

 

Habt ihr merkwürdige oder interessante Erlebnisse aus der Corona-Zeit? Und wie hat sich eigentlich euer Leben durch Corona verändert, oder was haltet ihr von den Maßnahmen? Teilt ihr meine Sorgen?

Erzählt es uns in unserem Corona Tagebuch und schreibt uns an!

Foto in Vogelperspektive: Ein weitläufiges Treppenhaus, in dem Wegweiser, Absperrband und auf den Boden geklebte Pfeile den Weg weisen
Wissen, wo´s langgeht! | Foto: Jonas B.